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Bozen, 1. Dezember 1997
Die zwölf Teilnehmer an der Handball-Europameisterschaft der Männer im kommenden Jahr (29. Mai bis 7. Juni) in Südtirol stehen seit dem 30. November fest. Gastgeber Italien und Titelverteidiger Rußland waren automatisch qualifiziert. Hinzu kommen Kroatien und Mazedonien (Gruppe 1), Jugoslawien und Litauen (Gruppe 2), Frankreich und Tschechien (Gruppe 3), Deutschland und Spanien (Gruppe 4) sowie Ungarn und Schweden (Gruppe 5), die sich in der Qualifikation einen Startplatz bei der 3. Handball-EM gesichert haben.
Die Auslosung der EM-Endrunde wird am kommenden Freitag, 5. Dezember, um 18 Uhr in Meran (Thermensaal) vorgenommen. Gespielt wird in zwei Sechsergruppen. Gelost wird aus drei Töpfen mit je vier Mannschaften.
Als erste Teams hatten sich vor vier Wochen in der EM-Qualifikation der WM-Vierte Ungarn und Ex-Weltmeister Frankreich durchgesetzt. Als fünftes und sechstes Team hatten sich Mitte vergangener Woche Deutschland und Jugoslawien qualifiziert. Am letzten Spieltag am vergangenen Samstag/Sonntag lösten dann auch Olympiasieger
Kroatien, Mazedonien. Litauen, Tschechien, Spanien und Vize-Olympiasieger Schweden die EM-Fahrkarten.
Die Favoriten haben sich in den Qualifikationsspielen durchgesetzt, aber es gab auch Überraschungen. In Gruppe 1 schaffte Favorit Kroatien erst mit einem hartumkämpften 28:25-Sieg gegen Portugal die Qualifikation. Überraschungsteam
Mazedonien setzte sich in den direkten Duellen gegen Rekordweltmeisetr Rumänien durch und fährt ebenfalls zur EM-Endrunde.
Eine Überraschung gab es auch in der Gruppe 2. Litauen sicherte sich mit zwei Siegen gegen die enttäuschende Schweiz den zweiten Platz hinter Jugoslawien. Nur Zuschauer bei der EM ist Ilsand, das bei den Weltmeisterschaften in diesem Jahr in Japan noch Fünfter geworden war.
Im sechsten und letzten Qualifikationsspiel in Tschechien (20:20) gab Frankreich, der Weltmeister von 1995, seinen ersten Punkt ab. Die Franzosen standen aber längst als Sieger der Gruppe 3 fest. Tschechien reichte der Punktegewinn auf Kosten von Slowenien zur Qualifikation.
In Gruppe 4 mußte Vize-Europameister Spanien bis zum letzten Spiel zittern. Mit eineme deutlichen 30:20 gegen Norwegen machten die Iberer aber die Qualifikation perfekt. Deutschland hatte sich in dieser Gruppe vorzeitig mit dem 28:18-Sieg in der Slowakei einen Platz bei der EM-Endrunde gesichert.
Ebenso wie Spanien löste mit Schweden ein anderer Favorit das EM-Ticket erst im letzten Qualifikationsspiel. Das Drei-Kronen-Team schlug die starken Ungarn (Sieger in Gruppe 5) mit 31:23, da nützte dem skandinavischen Nachbarn Dänemark auch ein 26:23 gegen Polen nichts mehr.
Ergebnisse der Qualifikationsspiele
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